Meine lieblings Alben 2016

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Meine lieblings Alben 2016

Hier sind meine lieblings Alben 2016. Das habe ich letztes Jahr am meisten gehört.

10. Starboy – The Weeknd
„I ran out of tears when I was 18.“

Starboy

Ich bin nicht der größte The Weeknd-Fan aber das Album hier war ziemlich cool. Ich mochte die zahlreiche Drops, Hooks und Beats, die von RnB über Trap bis zu Rock gehen. Der Inhalt ist nicht die größte Stärke dieses Albums und die zweite Hälfte von Starboy ist leider nur halb so gut wie die erste Hälfte, trotzdem hab ich die besten Tracks dieses Albums immer wieder gehört und das Projekt mit dem dazugehörigen Kurzfilm als allgemeines sehr gemocht.

Favorite Tracks: Starboy, Stargirl Interlude, Fals Alarm, Party Monster

 

9. Cleopatra – The Lumineers
„You’ve been on my mind, girl, like a drug.“

The Lumineers

Ich kam zu diesem Album durch die interessante Reihe an inhaltlich zusammenhängenden Musikvideos der Lumineers. Ich bin eigentlich schon längere Zeit ein Fan ihrer Musik, hatte sie jedoch lange nicht gehört. Cleopatra hat mich dann wieder ins Boot geholt. Stimmungsvoll, schön und besinnlich leiten einen die Klänge dieses Projekts in eine ruhige und nachdenkliche Stimmung. Ein tolles Album.

Favorite Tracks: Long Way From Home, Angela, Ophelia, Patience

 

8. Views – Drake
„Dropped outta school, now we dumb rich.“

Drake

Als ich das erste Mal Views hörte, hat es mir überhaupt nicht gefallen. Ich fand es langweilig, eintönig und nicht besonders erwähnenswert. Ein halbes Jahr später hörte ich aber nochmal rein und es war, als ob ich ein komplett anderes Album auf einmal vor mir hatte. Views zeigt, dass Drake nicht umsonst einer der besten im Game ist. Kaum einem Künstler, insbesondere Rapper, der in den mainstream Charts ganz vorne mitspielt ist die Story und der Hintergrund seiner Musik so wichtig wie für Drake. Seine Hingabe merkt man vom sehr kreativen Sampling zu teilweise völlig flashenden Bars, die auf dem Album enthalten sind. Views hat etwas für jeden könnte man sagen. Es gibt Chart-Hits wie Hotline Bling und One Dance, härtere Rap-Tracks wie Pop Style und Hype oder ganz softe Nummern wie Too Good und Feel No Ways.
Views zeigt den Drake den wir mögen in einem neuen Gewand aus alten Zeiten.

Favorite Tracks: Feel No Ways, Hype, Controlla, Pop Style

 

7. Lemonade – Beyonce
„When you hurt me, you hurt yourself.“

Beyonce

Ich bin kein Beyonce-Fan, aber mich hat begeistert mit was für leicht zugänglichen aber gleichzeitig interessanten Songs sie auf diesem Projekt ihre Bandbreite als Künstlerin zeigt. Nach Lemonade hat man den Eindruck, dass es nur ganz wenig Dinge gibt, die diese Frau musikalisch nicht machen kann. Die Songs variieren untereinander teilweise im Genre auf allen wirkt Beyonce aber richtig badass. Wer dieses Album noch nicht gehört hat: Unbedingt nachholen!

Favorite Tracks: All Night, Pray You Catch Me, Hold Up, Sorry

 

6. Blank Face LP – Schoolboy Q
„Bellin‘ through the mothafuckin’ street y’all.“

Schoolboy Q

That Part war für mich einer der Songs des Sommers dieses Jahr. Ich hab allein That Part und dessen Black Hippie Remix dieses Jahr so oft gehört, es ist absolut eingängig und die ersten Zeilen von Kanye’s Feature haben Kultpotential. Das ist aber noch die mainstreamste Nummer auf diesem Album. Blank Face hat Tracks, die bei genauerer Betrachtung unglaublich experimentell sind, ohne zu sehr aufzufallen. Das Album ist nicht voll von Bangern wie That Part, die beim ersten Hören gleich zu Favoriten werden, sondern das Album als ganzes wird erst mit der Zeit etwas, das man immer wieder anhören kann.

Favorite Tracks: THat Part, Groovy Tony / Eddie Kane, WHateva U Want, Dope Dealer, Tookie Knows II

 

5. Awaken, My Love! – Childish Gambino
„Please don’t find me rude, but I don’t eat fast food.“

Childish Gambino

Ihr wisst, dass Childish Gambino mein absoluter Lieblingskünstler ist. Ich habe ein 13-minütiges Video Essay über ihn gemacht, das ihr euch hier geben könnt.

Video: Childish Gambino – Das universelle Kunstwerk

Dieses Album hier hat absolut nichts mit Childish Gambino’s anderer Musik zu tun. Die großartig produzierten und fantastisch vorgetragenen Nummern machen diesen musikalische Brief an seinen Sohn zu einem der besten Alben des Jahres und einem Throwback an die 70er. Obwohl es komplett ungewohnte Musik für mich persönlich war, hörte ich das Album nach Release immer und überall auf Dauerschleife. Es war dann für mich erstaunlich zu lesen, dass Gambino seine Stimme hier nie mit Autotune veränderte, sondern sich einfach verstellte. Der Typ ist so unfassbar talentiert, das ist Wahnsinn. Ein wenig schade ist, dass die besten Tracks hier, die beiden sind, die er vor dem Release veröffentlicht hat, trotzdem ist der Rest auch lit as fuck. Egal ob das jetzt nur ein Experiment war oder eine wirklich neue Richtung für seine Musik, es war sehr interessant.

Favorite Tracks: Redbone, Me And Your Mama, Boogieman, Stand Tall

 

4. Coloring Book – Chance The Rapper
„Don’t forget the happy thoughts, all you need is happy thoughts“

Chance the Rapper

Wenn ich mir dieses Album jetzt anhöre, bekomme ich gleich wieder das Gefühl, das ich diesen Sommer jedes mal hatte, als ich an einem heißen Tag im Zug oder Auto saß und zu einer Party fuhr. Man hat das Gefühl, dass nur ein paar Töne von Chance The Rapper’s Coloring Book alle Probleme der Welt lösen könnten. Dieses Album sollte medizinisch verschrieben werden! Chance schafft es durch fein produzierte Sounds und charmante Texte solch eine friedliche und positive Atmosphäre zu erschaffen, dass es jedes Mal, wenn er ein böses Wort sagt, so klingt, als ob er einem eine gute Nacht Geschichte erzählen würde. Es ist auch wunderschön zu hören, wo er Elemente seines Mentors Kanye West verwendet und wie er sich mit ihnen selbst ausdrückt.

Favorite Tracks: All We Got, No Problem, Summer Friends, All Night, Smoke Break

 

3. White Album – Weezer
„I just want this summer to end.“

Weezer

Rock ist für gewöhnlich keine Musik, die ich höre. Ich war aber extrem überrascht, als ich durch The Needle Drop auf die Band Weezer und ihr neues Album mit dem Titel White Album stieß. Ihre Songs auf dieser Platte machen so viel Spaß, werden schon während des ersten Hörens instant Ohrwürmer, die man noch wochenlang vor sich her summt und das Album immer wieder hört. Es gibt ein paar wirklich großartige Refrains, die emotional gespielt und gesungen werden und einem noch lange im Kopf bleiben. Vielleicht sind es die Beach Boys inspirierten Töne, die das White Album anschlägt, die einem großen Bach Boys Fan wie mir immer zusagen werden, oder es ist einfach ein verdammt gutes Album und der lebende Beweis dafür, dass einem jede Stilrichtung gefallen kann, es ist alles nur eine Frage der Qualität.

Favorite Tracks: Do You Wanna Get High?, Jacked Up, Endless Bummer, I Love The USA

 

2. Blonde – Frank Ocean
„I’m sure we’re tall in another dimension, you say we’re small and not worth the mention.“

Frank Ocean

Ich erinnere mich noch ganz genau, als ich dieses Album das erste Mal gehört habe. Es war in irgendeiner Nacht in den Sommerferien, ich war verdammt müde und wollte schon schlafen gehen, dann hörte ich den ersten Song von Blonde. Frank Ocean’s Album war so gut, ich fühlte ich mich hellwach und lebendig. Mit Songs die von Anfang bis Ende immer besser werden, schön, traurig, harmonisch, atmosphärisch und wirklich emotional sind. Dieses Album fesselte mich eine Stunde so sehr, als ich auf meinem Bett lag und 50 Minuten nur zuhörte auf die Decke starrte. Frank Ocean’s Musik raubt mir regelrecht den Atem und lässt es so scheinen, als ob die Zeit stehen bleibt. Seit dem ersten Hören ist Blonde ein Album zu dem ich immer wieder zurückkomme um Inspiration zu suchen oder einfach runterzukommen. Hört es euch unbedingt an.

Favorite Tracks: Einfach jeder Song

 

1. The Life of Pablo – Kanye West
„I love you like Kanye loves Kanye.“

Kanye West

Sag was du willst, aber The Life of Pablo ist für mich einfach ein Meisterwerk und ein zukünftiger Klassiker. Das Album beginnt auf einer religiösen Note, führt uns dann in das ruhmreiche Leben des Kanye West, geprägt von Erfolg, Fame und seinem Ego, dabei führt es uns in komplett verrückte und fast schon unheimliche Richtungen. Es zeigt uns dann aber die Nachteile davon, die Distanzierung zu den Dingen die wirklich im Leben zählen, Familie, Freunde und Liebe.
Was The Life of Pablo’s größte Stärke ist und es zu einem Album macht, das man sich hunderte Male anhören kann ohne gelangweilt zu sein, ist seine abwechslungsreiche und durch und durch harmonische Gestaltung. Die Überleitungen von Thema zu Thema sind extrem flüssig, jedem leichten Song folgt ein harter, jeder rauen Track wird von einem harmonischen ausgeglichen. Es ist ein lustiges Album, ein direktes und lautes Album, das zum Nachdenken anregt und ein Album, das mich letztes Jahr immer wieder aufs neue begeistert hat. Als ich das erste Mal Ultralight Beam hörte wusste ich, dass das Folgende etwas ganz besonderes war, das mich noch lange verfolgen werden würde. Jeder einzelne überzeichnete Moment fühlt sich richtig am Platz an, das Gefühl vermittelnd, dass Kanye heutzutage nicht mehr weiß, wer er ist, aber genau weiß, wer wir denken, dass er ist.

Favorite Tracks: Ultralight Beam, Facts, FML, Real Friends, Waves

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